Rocky

 

Die geschichtlichen Hintergründe von

Graf Mangold I.
von Werd



 Heilig Kreuz in Donauwörth

1028 Graf Mangold I. von Werd (Donauwörth) erhielt
in Konstantinopel von Kaiser Konstantin VIII. eine Kreuzpartikel. Zur Verehrung dieser kostbaren Reliquie gründete er in der Nähe seiner Burg
( wenige Reste sind noch auf dem
Mangoldfelsen in der städtischen Promenade von Donauwörth erhalten ) eine kleine Kirche mit einem Frauenkloster.

1067 Mangold II. verlegte das Kloster weiter nach Westen, ungefähr an den heutigen Platz.

1101 Mangold III. wandelte das Frauenkloster in ein Männerkloster der Benediktinermönche um. Die Wallfahrt zum Heiligen Kreuz begann sich zu entfalten.

1125 Bau des Klosters und der Kirche im romanischen Stil (der untere Teil des Turmes stammt noch von damals).

1366 Neubau der Kirche im gotischen Stil wegen Brand- und Einsturzkatastrophen.

1680 Die Gruftkapelle erhielt ihre heutige Gestalt mit der Barockdecke.

Der Klosterbezirk Heilig Kreuz im Jahre 16191696-1735 Unter Abt Amandus Röls wurden die Klostergebäude umgebaut, zum Teil neu errichtet; die gotische Kirche abgerissen und die neue im spätbarocken Stil erbaut und ausgestattet. Baumeister war Joseph Schmuzer aus Wessobrunn. Die Deckengemälde stammen von Karl Stauder aus Konstanz. Das große Fresko in der Kuppel wurde 1940 durch Professor Franz Klemmer aus München geschaffen, nachdem die Kuppel baufällig geworden war.

1803 Nach mehr als sieben Jahrhunderten mussten die Benediktiner das Kloster verlassen. Im Rahmen der Säkularisation fällt das Kloster an den Fürsten Oettingen-Wallerstein.

1875 Der Volksschullehrer Ludwig Auer erwarb die gesamten Baulichkeiten und rettete sie vor dem drohenden Zerfall. Er gründete einen Verlag und eine Schule zur Förderung christlicher Erziehung.

1910 Auer verwandelt seine Gründung in die Pädagogische Stiftung Cassianeum ( der hl. Cassian ist der Schutzpatron der Lehrer und Erzieher ).

1935 Die Herz-Jesu-Missionare übernahmen die Leitung der Schule und der Pfarrseelsorge.

Abschrift mit Genehmigung der Pädagogischen Stiftung Cassianeum.


Original-Quelle (gaanz unten, am Ende der Seite!!)


Die Geschichte des Klosters Heilig Kreuz

zusammengestellt von Pater Anton Karg

Es ist ein kleines Stück Holz vom Kreuze Christi, stilistisch geformt in einem Längs- und drei Querbalken, das hier seit fast 1000 Jahren verehrt wird. Im Jahre 1028/29 wurde es dem
Grafen Mangold von Werd
bei seinem Aufenthalt in Konstantinopel aus dem dortigen Reichsschatz geschenkt. Zur Verehrung dieses "Heiligen Kreuzes" gründete er auf seiner hiesigen Burg zunächst ein Frauenkloster. Seine Nachfahren beriefen 1104 Benediktinermönche aus St. Blasien im Schwarzwald hierher, um die zunehmenden Kreuzwallfahrten zu steuern. Besondere Anziehungskraft hatte das "Heilige Kreuz" vom "Schwäbischen Werd" auf die Kaiser des Mittelalters. Ausgelöst wurde sie dadurch, dass in den 200 Jahren Kreuzzüge (1096 - 1296) viele Kreuzfahrer aus dem Heiligen Land mit einer Kreuzreliquie zurückkehrten. Deren Echtheit wurde mit Recht in Zweifel gezogen. Dieser Umstand veranlasste die Kaiser, dass sie der Reiche nach ihre Kreuzwallfahrten hierher machten. Wiederholt bestätigten sie schriftlich wie mündlich: "Das ist das wahre Heilige Kreuz des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nördlich der Alpen."

Original-Quelle mit der Gesamt-Ausführung


Klöster in Bayern
Klostername: Hlg. Kreuz, Donauwörth
Orden: Benediktiner/-innen
(Ordo Sancti Benedicti = OSB)
Diözese: Augsburg
Patrozinium: Hlg. Kreuz
Gründungszeit: 1100-1110
Gründer: Mangold I. von Werd
Bewohner: Männer
Aufhebung: 1803
Weiternutzung: 1877 erwarb der Pädagoge Ludwig Auer die Klostergebäude. 1910 wandelte er den Besitz in die "Pädagogische Stiftung Cassianum" um.
Lage: Donauwörth, Regierungsbezirk Schwaben, Landkreis Donau-Ries
Hinweis auf Abbild.: MB,XVI (Stich des Klosters von A. Zimmermann, 1795).
Literatur-Hinweise: Hemmerle, Germ. Bened., S.75-78. -Hist. Stätten, S. 136 ff.


Original-Quelle
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Kurzer historischer Abriss der Stadt Wemding

793 Erste urkundliche Erwähnung ("uuemodinga") in einer Schenkungsurkunde des Grafen Helmoin aus Gosheim ("Kaozesheim").
798 König Karl I. schenkt den Ort Wemding angeblich an das Kloster St. Emmeram, Regensburg.
898 Edelfrau Winpurc (Wimburg) aus Nördlingen erhält in einem Vergleich mit Bischof Tuto von Regensburg den Ort Wemding als Lehen zugesprochen.
917 Edelfrau Winpurc gründet ein Spital für Arme und Kranke und errichtet in der Gemarkung Sandbrunn ein kleines Benediktinerkloster für Frauen.
935-1148 Die ersten Lehenträger nach dem Tode von Winpurc waren die Herren von Werd (Donauwörth).
955-1608 Edle von Wemding (="Ritter von Wemding" und "Ritter vom See") als Lehenträger.
975 Bischof Wolfgang von Regensburg trennt die Güter des Klosters St. Emmeram von denen des Bischofs. Der größte Teil des Wemdinger Lehensgutes verblieb beim Bischof; der kleine Teil beim Kloster
1027 Mangold I. gelobt, nach glücklicher Heimkehr aus dem Orient (Brautschau im Auftrag von Kaiser Konrad II. in Konstantinopel), in Wemding eine Kirche zu Ehren des Heiligen Emmeram zu erbauen.
1030 Baubeginn der Kirche St. Emmeram.
1060 Weihe der Kirche durch Gundekar II. von Eichstätt.


Original-Quelle (Gesamtseite)



Ich hoffe mal,
dass ich hier jetzt niemand mit Geschichte "erschlagen" habe,
aber vielleicht will ja auch der eine oder die andere sowas erfahren.

Und dann bin ich eben bemüht,
möglichst nachvollziehbare Informationen zur Verfügung zu stellen!

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